joscha remus

 

LESEREISE BERLIN – DER LICHTERTANZ AM MAUERPARK

Picus Verlag, 2013
Taschenbuch
132 Seiten
Preis: 14,90 € D | 1. Auflage
ISBN 13: 978-371171-0345
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  • Berlin - Brennpunkt der deutschen Geschichte, Hauptstadt der Kreativen, Aufsässigen, Nachteulen und Visionäre. Stadt der Rekorde mit dem artenreichsten Zoo der Welt, dem größten Kaufhaus, dem höchsten Gebäude Deutschlands. Keine Großstadt in Europa bietet ein größeres Revuetheater und so viele freie Flächen für Bewegungskünstler. Glanzstadt. Wasserstadt. Regierungsstadt. Stadt der verborgenen Schätze. Joscha Remus, der seit über dreißig Jahren in Berlin wohnt, spürt in seinen literarischen Reportagen den Künsten von Lichtmagiern, Zungenakrobaten, Gedankenlesern und Wortschmeckern nach, ergründet den Humor des neuen jüdischen Berlin mit seinen Meschugge-Partys sowie die verwegene Kulinarik der lebenslustigen russischen Einwanderer. Er begibt sich auf Lügen- und auf Wahrheitstouren, durchleuchtet den Clash der schwäbischen Welt mit der indigenen Bevölkerung, entdeckt idyllische Inseln und waghalsige Gartenträume. Auf erotischen Erkundungsgängen trifft er auf die Lustzonen der Stadt, begibt sich in wilde Tanztempel, auf sanfte Floßfahrten und erlebt im Stadtteil »Charlottengrad« die weitreichenden Folgen des besten Trinkspruchs der Welt.
  • »Kuppelhund und Stulle
    Berlins Reize offenbaren sich oft an ungeahnter Stelle - an Orten, die Touristen nur schwer finden. 17 davon stellt der Schriftsteller Joscha Remus in seinem Buch Lichtertanz am Mauerpark vor. Er lässt sich auf einem Floß üer den Müggelsee und die angrenzenden Kanäle treiben. Er preist die Schaukeln am Mauerpark, die nicht nur akrobatische Sprünge erlauben, sondern einem das Gefühl geben, die einstige deutsch-deutsche Grenze zu überfliegen. Remus erkundet die Spezie der Kuppelhunde, spezialisiert aufs "Andoggen", die Gesprächsanbahnung unter Hundehaltern, deren Leinen sich auf mysteriöse Weise verheddern. Und er widmet sich dem Wandel der Berliner Stulle, die er zu Unrecht als schlichte Kost geschmäht sieht - immerhin gebe es längst auch Genießervarianten mit Rucola, Pinienkernen oder karamelisierten Birnen. Vor allem aber zeigt er Berlin als Hort der Visionäre und sonderlinge. So besucht er den Gedankenleser, der sich rühmt, eine Stecknadel inmitten der Millionenstadt aufspüren zu können. Oder einen Russen, der hier als Bergführer arbeitet, obwohl der teufelsberg gerade mal 115 Meter misst. Remus Feuilletons lassen sich als Aufforderung lesen, Berlin auch ein drittes oder viertes Mal zu besuchen. Denn verstehen kann die Stadt nur, wer ihre Vielfalt erkundet.
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    DIE ZEIT, 16. April 2014, Lesezeichen
     
    Berlin - eine Wundertüte! Ein völlig unorthodoxes Buch, liebenswert, aufschlussreich und wie im Grunde jeder Reiseführer sein sollte. Ein kunterbuntes Durcheinander voller unerwarteter Entdeckungen. Kaum ein Autor wäre wohl auf den Gedanken gekommen, in einem Stadtführer ein Kapitel über Gedankenleser einzubauen. Der heißt Jan Becker und arbeitet im Soho House.

    Bei ihm „bekommt das Wort Gedankenaustausch einen besonderen Klang“. Am Ende dieses kleinen Kapitels traut man seinem eigenen Denken nicht mehr. Und „die Debatte über die Willensfreiung“ bekommt durch den international anerkannten Hirnforscher Haynes völlig neue Aspekte.

    Sehr viel handfester geht es in dem Kapitel „Schlemmen wie im Paläolithikum“ über Höhlenkost und Steinzeitküche zu. Die Anhänger der „Paleo-Bewegung“ essen nur das, was auch der Urmensch gegessen hat. Sie entdecken Schnittmengen zur Ernährung der Hare-Krishna-Anhänger und sind begeistert vom Restaurant Sauvage in Berlin-Neukölln, wo „keine überhitzten Öle und gehärteten Pflanzenfette, sondern ausschließlich Ghee, ein gesundes Butterfett“ zum Einsatz kommt.

    Über www.datemydog.de im gleichen Kapitel findet sich die anrührende Geschichte von den Berliner Hundefreundinnen bzw. -freunden auf Partnerschaftssuche. „Hier wird geflirtet und gebellt“ heißt die Adresse, in der Herrchen und Frauchen übers Netz ihre Partner mit Hund suchen und finden können – mittlerweile in ganz Deutschland.  
 
 
 
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